Neuigkeiten von Michael

01/2012

Erste Vorträge über die Tour der Extreme

Die erste Vortragsreihe zur Tibet Shisha Pangma Expedition startet in Grafing und Innsbruck.

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10/2011

Michael auf dem 8013m hohen Shisha Pangma

Michael hat es geschafft! Er hat den 8013m hohen Shisha Pangma bezwungen. Hier sein neuester Bericht.

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09/2011

Trekken und Lungenentzündung

Hallo, zum Trekken im Langtang Himal ging ich nicht alleine, denn meine Schwester Eli und meine Mutter kamen kurz entschlossen (wirklich sehr kurz entschlossen) nach Kathmandu.

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08/2011

Michael ist in Nepal angekommen

Hier sein aktueller Expeditionsbericht mit tollen Erlebnissen aus Tibet und einem ersten Vorgeschmack auf den Shisha Pangma.

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08/2011

Pässe über 5000m - Tibet eine Traumlandschaft

Hallo alle zusammen, Bin jetzt in Ali, einer der größten Städte Tibets und hier gibt es sogar Internet für Ausländer (was in Xinjiang nicht selbstverständlich war, dort wurde uns mehrfach der Internetzugang in öffentlichen Internetcafes untersagt). So katastrophal die Tour in Xinjiang begonnen hatte, so phantastisch ist es jetzt in Tibet.

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Neue Vorträge über die Tour der Extreme

Neue Vorträge zur Tour der Extreme finden kommendes Frühjahr statt und werden hier bekannt gegeben.

Michaels erster 8000er

Hallo,
nach dem unverschuldet katastrophalen Beginn des Projekts in Xinjiang und der phantastischen, aber auch durch Visaprobleme halb gescheiterten Strecke in Tibet habe ich nun endlich gute Neuigkeiten.

Am 11.10.2011 standen Helmut und ich auf dem Gipfel der Shisha Pangma in 8013 Meter Höhe!
Am 22.9. trafen wir als eine der letzten Expeditionen im Basislager auf 5670 Meter ein. Nach ein paar Gängen zum 6 Kilometer entfernten Depot am Rand eines von großen Gletschertürmen, intensiv blauen Seen und Bächen geprägten Gletschers, richteten Helmut und ich unser Camp 1 auf 6370 Meter ein und stiegen zum Camp 2 (6930M) auf, um dort ein Zelt und Gas zu deponieren. Wieder im Basislager hieß es Warten und Schafkopfen.
Am 8.10. endlich überquerten wir alle gemeinsam den wunderschönen, aber nervtötenden Eisbruch zum letzten Mal in Richtung Lager 1 und schliefen dort. Am nächsten Morgen drehten die anderen Expeditionsteilnehmer um, und Helmut und ich waren plötzlich alleine. Trotzdem erreichten wir Lager 2, verbrachten eine Nacht mehr schlecht als recht dort und nahmen am 10.10. die Flanke zum Lager 3 in Angriff. Am Grat herrschte ein so starker Wind, dass wir nicht mehr aufrecht gehen konnten. Um das Zelt auf dem kleinen Sattel aufbauen zu können, waren viele Bambusanker und Nerven nötig.
Die erste Nacht auf 7450 Meter war grauenhaft und der Wind ließ erst um 9 Uhr nach, sodass wir auch erst um diese Zeit zum Gipfel starten konnten.
Für mich war die Situation völlig neu, für einen Schritt drei Mal schnaufen zu müssen, und ich brauchte Zeit, mich daran zu gewöhnen. Mit viel Willenskraft und unter ständigem Blutrotzen und -spucken kam ich über die drei Steilstufen und erreichte nach Helmut den Gipfel.
Am Nachmittag waren wir wieder im Camp 3, verbrachten eine weitere Horrornacht und stiegen am 12.10. direkt ins Basislager ab. Völlig dehydriert und am Hungerast kamen wir am Abend an und wurden von den anderen empfangen. Ich hatte während der drei Tage ab dem Lager 2 nur drei Müsliriegel gegessen und viel zu wenig getrunken. Die viel zu schweren Rucksäcke trugen ihren Teil dazu bei.
Nach einem Tag Pause und Packen im BC ging es die 20 Kilometer zurück ins Fahrerlager und dann nach 24 Tagen schließlich wieder unter 5000 Meter.
In Nyalam bekamen Helmut und ich sogar eine Urkunde von der chinesischen Regierung über die Besteigung des Berges.
Jetzt bin ich wieder in Kathmandu und komme nach einem "Sonnenstop" in Dubai am 2.11. in München an.
Vielen Dank an alle, die mir Material geliehen oder mich anderweitig unterstützt haben und mir somit dieses Abenteuer ermöglicht haben.

Ich freue mich schon wieder auf Zuhause und das Wiedersehen mit euch.
Wahrscheinlich gibt es dann von mir wieder eine kleine Vortragsreihe, aber bestimmt kein Buch mehr!

Viele Grüße,

Michael

Michael auf dem Gipfel des Shisha Pangma

Michael hat es geschafft. Gestern stand er vollkommen erschöpft, gezeichnet von den Strapazen seiner langen Expedition, auf dem Gipfel des 8013m hohen Shisha Pangma.

Ein kleines Schönwetterloch am vergangenen Wochenende botem dem Ultratour-Team um Michael und Christian Rottenegger die Chance für den Gipfelaufstieg. Michael und ein weiteres Team-Mitglied schafften die Besteigung und werden heute im Laufe des Tages im Basislager erwartet.

Weitere aktuelle Infos und Bilder kommen in Kürze!

 

tl_files/daten/Shisha Pangma Expedition kleine Bilder/Michael am basecamp des Shisha Pangma k.jpg 

Michael ist in Nepal angekommen

Hier sein aktueller Expeditionsbericht mit tollen Erlebnissen aus Tibet und einem ersten Vorgeschmack auf den Shisha Pangma.

 

Hallo,

es ist schon paradox. Vor Beginn der Reise schien der Tibet-Teil die meisten Probleme aufzuwerfen, doch nun war die Strecke auf dem Hochplateau, abgesehen von der zwangsweise verkürzten Reisezeit, die entspannteste und phantastischste in ganz China. Nach der tibetischen Stadt Ali, der Megametropole am Indus mit ca. 20.000 Einwohnern (die größte Stadt auf unserer Strecke in Tibet) wandelten sich die Wüsten- und Mondlandschaften des Westen Tibets mehr und mehr in grüne Weideflächen für Yaks, Ziegen und Wildesel, eingerahmt von schnee- und eisbedeckten Gipfeln. Allerdings änderte sich auch das Wetter. Der ultrablaue Himmel im Westen wurde von dem diesjährigen starken Monsun und seinen wuchtigen Wolken zunehmend bedeckt. Manchmal schwappte auch ein Regenschauer über den Himalaya-Hauptkamm und ließ uns in einer tibetischen Lehmhütte Zuflucht suchen. Yakbuttertee oder Tscha nga mo, ein süßer Tee mit (Yak) Milch waren die Favoriten.
Die Monsunwolken bedeckten auch die meiste Zeit den Gipfel des heiligsten Berges des asiatischen Raumes, während wir uns im Kailashgebiet aufhielten. Nur für einige Sekunden öffnete sich der Himmel, und die weiße Pyramide schien hervor. Wir wären gerne noch geblieben, doch die Zeit drängte; das Chinavisum lief unaufhaltsam seinem Ende entgegen. So stiegen wir mit Herzschmerz in das Auto und fuhren den Zhang Po bis zur Stadt Saga hinab. Die Strecke durch sumpfige Täler und über "kleine" Pässe von 4500 bis 5000 Metern Höhe war, wie ich aus dem Autofenster und durch den Monsunregen erkennen konnte, wunderschön. Was dagegen weniger schön war, waren die Jeep-Kolonnen und -Karawanen, gefüllt mit indischen Pilgern in Daunenjacken, die auf dem Weg zum Kailash oder auf dem Rückweg von dort waren. Für einige Zeit musste sogar wieder die Grenze nach Tibet geschlossen werden, da es in der gesamten Region keinen freien Jeep mehr gab.

Ab Saga stiegen wir wieder auf unsere Räder, verließen die glatte Teerstraße und holperten auf Wellblech- und Schotterpisten unserem eigentlichen Ziel, dem Base Camp des Shisha Pangmas entgegen. Am Tag vor der Abzweigung zum Basislager kam es zur allgemeinen Krise:
Unsere Agentur hatte wieder einmal versagt. Sie hatte das Permit für das Basis Lager nicht organisiert und dies war unserem "Guide" erst jetzt aufgefallen.
Nach vielem Hin und Her entschlossen sich unsere chinesischen Begleiter, über einen Schleichweg das Basislager zu erreichen und so den chinesischen Militär- und Kontrollposten zu umgehen. Kurz nach Tagesanbruch starteten Christian und ich auf dem Rad und Annette, wie immer im Jeep, um zu filmen, auf kaum sichtbaren Fahrspuren, durch Oberschenkel tiefe Flüsse und Schotterebenen mit handballgroßen Steinen in Richtung Base Camp. Nach 2 Stunden und 15 Kilometern kamen wir an unserem Ziel an. Überglücklich, aller Ärger war verflogen, gab es zur Feier des Tages sogar chinesische Tagliatelle mit Tomatenmark und (Futter) Mais. Doch unsere beiden Begleiter hatten es nun mit der Angst bekommen. Auf der Rückfahrt beteten sie andauernd und hielten ständig nach Militär Ausschau, denn wenn sie entdeckt worden wären, wäre ihr geringstes Problem der Entzug ihrer Lizenzen gewesen.
Ungesehen wieder auf der Straße waren nun auch sie sichtlich erleichtert.

Zwei 5000er Pässe mussten nun noch überradelt werden und danach folgte nach zwei Wochen unentwegt weit über einer Höhe von 4200 eine 4500 Höhenmeter lange Abfahrt nach Nepal hinunter. Leider war der Monsun an diesem Tag so stark, dass die Abfahrt zur reinsten Groteske wurde: fest in die Pedale tretend, manchmal sogar stehend mühten wir uns die Straße gegen den Wind hinunter. Nur bei den wirklich steilen Stücken konnten wir es "laufen" lassen.

Die Landschaftsänderung begann mit den ersten Getreidefeldern auf 4500 Metern, bald darauf folgten hellgrüne Reisfelder und immer mehr Wasserfälle stürzten sich von beiden Talseiten in die Tiefe. Das Grün wurde immer kräftiger und das Wasser schien bald jeden Quadratzentimeter zu umfließen. In Nepal hatte die Vegetation Urwaldcharakter erreicht, tellergroße Schmetterlinge tanzten nun in der Sonne und alle möglichen Blumen blühten in tausend verschiedenen Farben.

Jetzt in Kathmandu sehne ich mich wieder nach den Bergen und werde dort in ein paar Tagen auch wieder unterwegs sein, zum einen, um die Akklimatisierung an Höhen um die 5000 Meter nicht zu verlieren, zum anderen, um aus dem Chaos aus hupenden, lärmenden Autos, Staub und feucht-tropischer Hitze zu entfliehen.

Bis bald Michael

 

Alle Expeditionsberichte könnt Ihr Euch hier anschauen.

Michael ist wieder auf Expedition

Hallo alle zusammen,

heute ist es soweit. Ich fliege mit dem Rad im Gepäck nach Almaty/Kasachstan. Dort gehts nach China, übers Himmelsgebirge, durch die zweitgrößte Sandwüste der Erde, die Taklamakan, dann nach Tibet rauf, über 12 Pässe um die 5000 Meter, der höchste davon 5400m, bis ins Basislager des Shisha Pangma. Unser Gepäck für den Berg werden wir in Kathmandu holen und anschließend mit Skiern den Shisha Pangma(8027 Meter)versuchen.
Zurück in München werde ich wieder am 2. November sein.

Neuigkeiten während der Tour könnt Ihr hier auf meiner Webseite sewhen.

Wem die Zeit bis zum nächsten Bericht zu lange ist, der kann im Buch: "Abenteuer Ostwind" von der Pekingtour lesen und sich somit auf die Expedition Xinjiang Tibet Shisha Pangma einstellen.

Bis dahin viele Grüße,
Michael

Bei der für den Sommer 2011 geplanten Expedition vereinen sich zwei meiner großen Passionen: Radfahren und Alpinistik. Und das nicht irgendwie, sondern in extremen Dimensionen.
Die Radstrecke beginnt in bekanntem Terrain, in Almaty, Kasachstan. Von dort aus führt die Route über 3500 Kilometer durch die unwirtlichsten Gegenden dieser Erde: das Himmelsgebirge in Xinjiang, Nord-West China ist die erste Hürde, daran schließt beinahe nahtlos die zweitgrößte Sandwüste der Welt an, die Takla Makan, deren Herz es zu durchradeln gilt. Ohne große Verschnaufpause geht es dann nach Tibet und damit auf den ersten Pass mit über 5300 Metern über dem Meeresspiegel hinauf. Es folgen zehn weitere Pässe um die 5000 Meter Marke bis ins Basislager des Shisha Pangma. Dieser Klangvolle Name bedeutet: „der Bereich oberhalb der grasbewachsenen Ebene“ und beschreibt den zuletzt bestiegenen Achttausender. Im Basislager wird nun das Rad durch Skier ersetzt und der 8027 Meter hohe Berg über die Nordroute ohne künstlichen Sauerstoff und Hochträger in Angriff genommen.
Start ist der 17. Juli 2011 und spätestens Ende Oktober müssen die Zelte am Shisha Pangma abgebrochen werden. Für die lange und schwierige Radstrecke greife ich auf mein harterprobtes Grafing N° 1 mit dem gemütlichen Sattel von Comfortline zurück und für den Berg werden mir eigens von der Firma pepperblue ultra-leicht-Skier gebaut.